Strategie & Software

Digitalisierungsberatung ohne Verkaufsinteresse

Die teuerste Software ist die, die niemand nutzt. Bevor investiert wird, werden Anforderungen aus Ihren echten Abläufen abgeleitet, der Markt neutral gesichtet und die Einführung so geplant, dass sie im Betrieb auch ankommt.

Definition

Was leistet Digitalisierungsberatung?

Digitalisierungsberatung klärt die Reihenfolge: welche Abläufe zuerst digitalisiert werden, mit welchen Werkzeugen, in welchem Zeitraum und mit welchem Aufwand. Sie schafft damit die Grundlage für Entscheidungen, die sonst aus dem Bauch heraus oder auf Basis einer gelungenen Verkaufspräsentation getroffen werden.

Der Kern der Arbeit ist unspektakulär und genau deshalb wirksam: die tatsächlichen Abläufe verstehen, Anforderungen sauber in Muss und Kann trennen, den Markt ohne eigenes Interesse sichten und Angebote vergleichbar machen — inklusive der Kosten, die erst in Jahr drei sichtbar werden.

Wo es sinnvoll ist, endet die Beratung nicht bei der Empfehlung, sondern begleitet Migration, Test und Schulung bis zum produktiven Einsatz.

  • Keine Provisionen. Kein Partnervertrag, keine Vermittlungsprämie, kein Interessenkonflikt.
  • Anforderungen zuerst. Erst wissen, was gebraucht wird — dann Anbieter ansehen.
  • Gesamtkosten statt Lizenzpreis. Einführung, Migration, Schulung, Betrieb über fünf Jahre.
  • Ausstieg mitgedacht. Datenexport und Vertragsbedingungen werden vor der Unterschrift geprüft.
  • Entscheidungsreif. Eine Empfehlung, die Sie intern vertreten können.
Ausgangslagen

Typische Situationen, in denen Beratung sich rechnet

Drei Konstellationen, in denen eine Aussensicht mehr spart, als sie kostet.

01

Vor einer grossen Investition

ERP, CRM oder Branchensoftware stehen zur Ablösung an. Eine strukturierte Auswahl kostet einen Bruchteil dessen, was eine Fehlentscheidung über die Vertragslaufzeit kostet.

02

Nach einer gescheiterten Einführung

Die Software ist da, wird aber umgangen. Meist liegt es an Konfiguration, Zuständigkeit und Schulung — nicht am Produkt. Das lässt sich prüfen, bevor erneut gekauft wird.

03

Wachstum sprengt die Strukturen

Was mit zwölf Mitarbeitenden funktionierte, bricht bei vierzig. Es braucht eine Reihenfolge, in der umgestellt wird, ohne das Tagesgeschäft anzuhalten.

Vorgehen

Von der Ausgangslage zur getroffenen Entscheidung

Ein Ablauf, der auch dann trägt, wenn im Unternehmen unterschiedliche Meinungen bestehen.

Ist-Aufnahme

Gespräche mit Geschäftsführung und den Menschen, die täglich mit den Abläufen arbeiten. Erhoben werden Prozesse, Systemlandschaft, Datenqualität, Schnittstellen, Lizenzsituation und die Stellen, an denen improvisiert wird.

Ergebnis: Ist-Bild & Handlungsfelder

Anforderungen & Fahrplan

Anforderungen werden dokumentiert und in Muss- und Kann-Kriterien getrennt. Daraus entsteht ein Fahrplan mit Etappen, Aufwandsschätzung und Reihenfolge — abgestimmt darauf, was Ihr Betrieb parallel zum Tagesgeschäft verkraftet.

Ergebnis: Anforderungskatalog & Roadmap

Marktsichtung & Auswahl

Auswahlliste von drei bis fünf Anbietern, strukturierte Demos anhand Ihrer eigenen Fälle, Vergleich der Angebote inklusive Gesamtkosten über fünf Jahre, Vertragsbedingungen und Datenexport. Am Ende steht eine begründete Empfehlung.

Ergebnis: Vergleich & Empfehlung

Einführungsbegleitung

Migrationsplanung, Datenbereinigung, Testkonzept, Schulungsunterlagen — und eine neutrale Instanz zwischen Ihnen und dem Anbieter, wenn im Projekt etwas hakt.

Ergebnis: eingeführte, genutzte Lösung
Ergebnis

Was Sie in der Hand haben

Unterlagen, mit denen Sie entscheiden können — und die auch in einem Jahr noch nachvollziehbar sind.

  • Ein dokumentiertes Bild Ihrer Prozesse und Systemlandschaft.
  • Ein Anforderungskatalog, der Verhandlungen mit Anbietern versachlicht.
  • Ein Anbietervergleich mit Gesamtkosten statt reinen Lizenzpreisen.
  • Eine Roadmap mit Etappen, die zum Tagesgeschäft passt.
  • Geprüfte Vertrags- und Ausstiegsbedingungen vor der Unterschrift.
  • Eine Entscheidung, die Sie intern und gegenüber Dritten begründen können.
Kosten

Was kostet Digitalisierungsberatung?

Der Umfang bestimmt den Preis, und der Umfang lässt sich steuern. Eine fokussierte Begleitung bei der Auswahl eines einzelnen Systems ist überschaubar; ein Digitalisierungsfahrplan für ein Unternehmen mit mehreren Standorten und gewachsener Systemlandschaft ist es nicht.

Was in jedem Fall gilt: Sie erhalten vor Projektbeginn eine schriftliche Offerte mit fixem Rahmen und definierten Ergebnissen. Sollte sich während der Arbeit zeigen, dass ein kleinerer Zuschnitt genügt, wird das gesagt — auch wenn es das Mandat verkürzt.

Diese Faktoren bestimmen den Preis
  • Anzahl der betrachteten Prozesse, Standorte und Systeme
  • Tiefe der Anforderungsanalyse und Zahl der Beteiligten
  • Ob eine vollständige Marktsichtung oder eine gezielte Prüfung gewünscht ist
  • Umfang der Einführungsbegleitung nach der Entscheidung
  • Ob Migration und Datenbereinigung Teil des Auftrags sind
  • Ob Schulungsunterlagen und Dokumentation erstellt werden sollen
FAQ

Häufige Fragen

Was macht eine Digitalisierungsberatung für KMU?

Eine Digitalisierungsberatung ordnet das Vorhaben, bevor Geld ausgegeben wird: Sie klärt, welche Abläufe künftig digital laufen sollen, welche Software dafür in Frage kommt, in welcher Reihenfolge umgestellt wird und was das für Menschen, Prozesse und Budget bedeutet. Der Unterschied zur Software-Demo eines Anbieters ist die Perspektive — hier wird nach der besten Lösung für Ihren Betrieb gesucht, nicht nach dem besten Einsatzgebiet für ein bestimmtes Produkt.

Sind Sie wirklich unabhängig?

Ja. Nikolevski Consulting erhält keine Provisionen, Kick-backs, Vermittlungsprämien oder Partnerrabatte von Softwareherstellern. Das Honorar kommt ausschliesslich von Ihnen, und deshalb kann die Empfehlung auch lauten, dass Ihre bestehende Software bleibt und lediglich richtig eingerichtet und geschult werden muss. Wenn Sie es wünschen, wird die Unabhängigkeit im Vertrag ausdrücklich festgehalten.

Wie läuft eine Softwareauswahl ab?

In vier Schritten. Erstens werden die Anforderungen aus Ihren tatsächlichen Abläufen abgeleitet und in Muss- und Kann-Kriterien getrennt — das ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird und am meisten Geld spart. Zweitens wird der Markt gesichtet und eine Auswahlliste von drei bis fünf Anbietern erstellt. Drittens folgen strukturierte Demos anhand Ihrer eigenen Fälle, nicht anhand des Verkaufsdrehbuchs. Viertens werden Angebote, Gesamtkosten über fünf Jahre, Vertragsbedingungen und Ausstiegsszenarien verglichen. Am Ende steht eine begründete Empfehlung, die Sie auch Ihrem Verwaltungsrat vorlegen können.

Was kostet die Beratung?

Preisbestimmend sind die Zahl der betrachteten Prozesse und Standorte, die Tiefe der Anforderungsanalyse, ob eine vollständige Marktsichtung mit Ausschreibung gewünscht ist und ob die Einführung mitbegleitet wird. Eine fokussierte Auswahlbegleitung für ein einzelnes System ist deutlich schlanker als ein Digitalisierungsfahrplan für ein Unternehmen mit mehreren Standorten. Vor Projektbeginn erhalten Sie eine schriftliche Offerte mit fixem Rahmen — keine offenen Stundenlisten.

Gibt es in der Schweiz Fördermittel für Digitalisierung?

Es existieren Angebote auf Bundes- und Kantonsebene sowie über Innosuisse, insbesondere für Innovationsprojekte mit einem Forschungspartner. Die Programme, Bedingungen und Fristen ändern sich jedoch regelmässig, weshalb pauschale Zusagen unseriös wären. Im Rahmen der Beratung wird geprüft, ob Ihr Vorhaben in ein aktuelles Programm passt, und Sie werden auf die zuständige Stelle Ihres Kantons verwiesen. Für die meisten KMU-Digitalisierungsprojekte gilt allerdings: Sie rechnen sich über die eingesparte Zeit, nicht über Fördermittel.

Wir haben schon Software gekauft, die niemand nutzt. Was jetzt?

Das ist einer der häufigsten Ausgangspunkte — und selten ein Grund, erneut zu kaufen. Zuerst wird geklärt, woran es liegt: fehlende Einführung, ungeeignete Konfiguration, unpassende Abläufe, fehlende Zuständigkeit oder tatsächlich das falsche Produkt. In vielen Fällen lässt sich mit gezielter Konfiguration, Datenbereinigung und Schulung retten, was bereits bezahlt ist. Erst wenn die Software strukturell nicht passt, wird über einen Wechsel gesprochen.

Begleiten Sie auch die Einführung, oder endet es beim Konzept?

Die Begleitung geht so weit, wie Sie sie brauchen. In der Praxis umfasst das Vertragsprüfung, Migrationsplanung, Datenbereinigung, Testkonzept, Schulungsunterlagen und die Rolle der neutralen Instanz zwischen Ihnen und dem Anbieter, wenn im Projekt etwas hakt. Ein Konzept, das niemand umsetzt, ist teurer als gar kein Konzept.

Nächster Schritt

Eine Aussensicht, bevor die nächste Rechnung kommt.

Im kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten schildern Sie Ihre Situation. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, ob eine Beratung sich für Sie lohnt — und wenn nein, warum nicht.